Die Klarinette -
mein Instrument

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit einfachem Rohrblatt. Ein naher Verwandter ist das Saxophon, das auch eine ähnliche Spielweise hat. Klarinetten werden in verschiedenen Größen gebaut, wobei die gebräuchlichste die sogenannte B-Klarinette ist. Sie ist ca. 67 cm lang und wiegt zwischen 700 und 800 Gramm.
Der Name „Klarinette“ leitet sich von der Clarin-Trompete ab, die im 18. Jahrhundert die höchste Trompetenstimme spielte. Häufig wurde diese durch eine frühe Form der Klarinette ersetzt, die dem Trompetenklang sehr nahe kam, jedoch leichter zu spielen war. Da sie etwas kürzer war, nannte man sie „clarinetto“, also „kleines Trompetchen“. Mehr Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Instruments gibt es unter Geschichte der Klarinette.
Manchmal wird die B-Klarinette auch als Sopranklarinette bezeichnet. Die internationale Bezeichnung ist Bb Clarinet oder Sib Clarinet.
 
Es gibt zwei verschiedenen Klappensysteme: die deutsche Klarinette, die vorwiegend in Deutschland und Österreich gespielt wird, und die französische Klarinette, auch Boehm-Klarinette genannt, die sich international durchgesetzt hat. Die beiden Systeme unterscheiden sich im Klang und bei der Griffweise. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es unter Deutsche Klarinette und Boehm-Klarinette.

 

Deutsche Klarinette in B

Deutsche Klarinette in B

Boehm Klarinette in B

Boehm-Klarinette in B

Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Firma YAMAHA
(Für eine größere Abbildung bitte auf die Bilder klicken.)

Auf dem Mundstück – dem sogenannten Schnabel – wird das Rohrblatt („Blättchen“) befestigt und der Ton erzeugt. Die Birne (auch als Fass oder Fässchen bezeichnet) wird zur Feinstimmung des Instruments verwendet. Oberstück und Unterstück haben auf der Vorderseite Tonlöcher und Klappen. Das Oberstück besitzt auf der Rückseite ein Tonloch und die Überblasklappe. Auf der Rückseite des Unterstücks befindet sich der Daumenhalter. Mit dem Daumen der rechten Hand wird die Klarinette getragen. Der trichterförmige Schallbecher – auch Becher oder Stürze genannt – dient zur Verbesserung und Verstärkung des Klangs.
Baumstämme Grenadille Holz

Grenadille-Baumstämme aus Mosambik

Mit freundlicher Genehmigung der Firma Theodor Nagel, Hamburg

Die meisten Klarinetten werden aus Grenadill-Holz hergestellt, das in Tansania und Mosambik wächst. Manchmal wird auch Buchen- oder Ebenholz, selten auch Metall verwendet. Die preiswerteren Klarinetten bestehen meist aus Ebonit, einer Kunststoffart. Für die Klappen wird häufig Neusilber verwendet, eine Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel.  
Mehr zu Material und Bauweise finden Sie im Buch Die Klarinette von Rudolf Mauz (Schott Music, ED 9880).

    Tonumfang B-Klarinette   
    (notiert)


Die Klarinette hat einen sehr großen Tonumfang, der über drei Oktaven umfasst. Daher ist sie sehr flexibel einsetzbar und kann fast alles spielen.
 
Der Tonumfang der Klarinette
klingender Tonumfang

Die B-Klarinette ist ein transponierendes Instrument. Spielt man darauf beispielsweise ein c, klingt der Ton b (daher B-Klarinette). Dem entsprechend muss beim Zusammenspiel mit anderen Instrumenten (z. B. Klavier) die Stimme angepasst werden. Weitere Hinweise sowie eine kurze Anleitung finden Sie unter Transponieren.
Klarinetten werde in verschiedenen Größen gebaut, die sich auch in ihrer Stimmung (d. h. der klingende Ton) und dem Klang unterscheiden. So gibt es beispielsweise die hohe Es-Klarinette und die tiefe Bass-Klarinette, die ebenfalls ein B-Instrument ist. Bilder und Beschreibungen gibt es unter Die Klarinettenfamilie.

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